Quelle: IVZ vom 18.09.2011
Paul Wobben ist neuer Stadtkönig in Ibbenbüren
(Fotos: Manfred Hagemann)
Man merke hier förmlich: „Ein Dorf freut sich auf das Schützenfest“, lobte denn auch Ibbenbürens Bürgermeister Heinz Steingröver die gelungenen Vorbereitungen am Samstagabend bei der Proklamation des neuen Stadtschützenkönigs Paul Wobben vom Junggesellenschützenverein Ibbenbüren.
Und die Freude war nicht nur bei den Püsselbürener Schützen zu spüren. Im vollen Saal herrschte von Beginn an eine freudige und ausgelassene Stimmung. Spürbar waren dort die Werte des Schützentums vereint: „Heimat, Brauchtum, Kameradschaft und Gemeinsinn“.
Die Begrüßung und Eröffnungsrede hielt der Vorsitzende der Mauritius-Schützenbrüderschaft, Ulrich Remke, in selbst verfassten Reimen: „Seid herzlich willkommen im Schützenbunde, zu diesem Fest in froher Runde. Ganz Püsselbüren grüßt euch unbeschwert, und freut sich, dass ihr uns beehrt.“
Einen Gruß richtete Remke dabei an den Vorsitzenden des Stadtschützenbundes, Bürgermeister Heinz Steingröver und Stellvertreter Horst Kleinschmidt. Das Stadtschützenfest nahm traditionell, begleitet von kräftigen „Horrido“-Rufen, mit dem Einmarsch der amtierenden Königspaare der 16 Ibbenbürener Schützenvereine seinen Anfang, voran der bis dahin amtierende Stadtschützenkönig Maik Jansing mit Königin Marlies Terheyden.
In seinem Grußwort erinnerte Steingröver an die Entstehungsgeschichte der Bürgerschützenvereine, die seinerzeit als Bürgerwehren auftraten und ihre Heimat mit Waffen verteidigten. Diese Zeiten seien Gott sei Dank vorbei. Die Schützenvereine verteidigten heute vielmehr ihre Grundwerte zu Heimat, Brauchtum und Gemeinsinn - natürlich nicht mehr mit Waffengewalt verteidigt, sondern in der Pflege des Schützenwesens.
Ein ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl in vielfältiger Weise. Das Schützenwesen vereine somit auf wunderbare Weise Jung und Alt über alle Generationen und über alle Ortsteile und auch über alle politischen Ansichten hinweg. Das sei ihm persönlich sehr wichtig, betonte Steingröver.
Alsdann stimmte die Schützengemeinschaft die dritte Strophe des Deutschlandliedes „Einigkeit und Recht und Freiheit“ an. Nach einem folgenden, dreifach kräftigen „Horrido“ eröffnete das neue Stadtschützenkönigspaar gemeinsam mit allen Königspaaren mit einem Ehrentanz den Festball.
Zur Überleitung in den Festabend sangen alle gemeinsam stehend das Lied der Bergleute „Glück auf, der Steiger kommt.“ Dann spielte die Kapelle „Rainbow“ zum Tanz auf, und fortan bestimmten Fröhlichkeit, Small Talk und Geselligkeit den Festabend.


